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Wer "TRAUT" sich....?

Die Historie der Trauringe: Geschichte mit pragmatischem Hintergrund

Seit langer Zeit stehen Ringe als Erkennungszeichen für ein Bündnis, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder die soziale Position. Auch Trauringe waren einst eher pragmatisches, als romantisches Symbol.

Archäologische Funde belegen: Ringe, welche am Finger getragen werden, gab es schon vor mindestens 21.000 Jahren. Die ältesten Exemplare wurden bei einer Ausgrabung in Tschechien gefunden und wurden aus Mammutelfenbein gefertigt. Man geht heute davon aus, dass Ringe nicht nur Zierrat waren, sondern auch als Wertobjekt gegen andere Waren getauscht wurden. Je mehr Ringe ein Mensch besaß, desto mehr konnte er sich also leisten. Als die Fingerringe durch die Verarbeitung von Metallen wie Eisen, Bronze, Silber und Gold zusätzlich an Wert gewannen, schmückten sich in der Antike und im Mittelalter überwiegend Herrscher und Edelleute mit Ihnen. So wurden Ringe zum Erkennungsmerkmal bestimmter Schichten und Ämter.

Neben der Bedeutung als Würdezeichen entwickelten sich aber auch andere Ringträgerbräuche. Sowohl bei den Ägyptern als auch bei den Römern wurden, zum Zeichen der Liebe und der versprochenen Ehe Trauringe getragen. Diese steckten immer am Ringfinger der linken Hand, da derzeit geglaubt wurde, dass hier ein Blutgefäß sitze, welches direkt zum Herzen, dem Sitz der Liebe führe. Im antiken römischen Reich und im antiken Griechenland wurden diese Eheringe aber nur von Frauen getragen. So wurde der alleinige Anspruch des Ehemanns auf seine Angetraute für alle sichtbar. Es wird außerdem vermutet, dass der Trauring den Erhalt der Mitgift anzeigte, diese sozusagen quittierte. Dennoch zeigen archäologische Funde, dass auch in der Antike das Tragen eines Eherings romantische Gründe haben konnte. So wurde ein Ring mit der lateinischen Inschrift „Pignus amoris habes“ (übersetzt: „Du hast meiner Liebe Pfand“) gefunden. In schriftlichen Quellen ist überliefert, dass Liebespaare Ringe als Zeichen ihrer Liebe tauschten, wenn ein Partner zum Beispiel auf eine lange Reise ging.

Die Bedeutung als sakrales oder christliches Zeichen der vor Gott geschlossenen Ehe erhielt der Trauring ungefähr im 9. Jahrhundert nach Christus durch den Papst Nikolaus. Der erklärte den Ehering zum Symbol der Treue. Ebenso wie der Ring keinen Anfang und kein Ende besitzt, so sollte die Ehe des Paares, welche vor Gott geschlossen wurde, immer andauern. Seit dem 13. Jahrhundert ist das Tauschen der Ringe vor dem Altar fester Bestandteil der kirchlichen Trauung. Auch im Judentum ist der Ring Teil der Hochzeitszeremonie. Dieser wird der Braut während des Rituals an den Zeigefinger der rechten Hand gesteckt. Dass auch im Bürgertum des 17., 18. und 19. Jahrhunderts der Ring als Symbol der Liebe und der Verbundenheit galt, ist anhand einiger Märchen der Gebrüder Grimm zu erkennen. So führt ein Ring zum Beispiel in den Märchen „Die weiße Schlange“, „Rumpelstilzchen“ oder „Die sieben Raben“ dazu, dass sich zuvor getrennte und einander liebende Personen wiederfinden oder erkennen.

Heute ist der Trauring nicht unbedingt mehr Ausdruck des Glaubens an Gott und schon gar nicht Gegenstand eines Besitzanspruches. Unabhängig von Religion, Kultur und sozialer Position hat der Ehering vielmehr die Bedeutung tiefer Liebe und Verbundenheit. Die Ewigkeit, welche durch den Ring symbolisiert wird, wird meist durch die im Ring verarbeiteten Materialien aufgegriffen. So werden heute vor allem widerstandsfähige und dauerhafte Edelmetalle wie Gold oder Platin dazu verwendet Trauringe zu schmieden und eine Ehe zu besiegeln.

Quelle: http://www.myflitter.de/trauringe/geschichte.html 

 

Unser Messe / Eventjournalist:  Kenjiro-Daniel Beetz

 

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